© Eva Kořínková

Mähren und Schlesien

Wie kamen die bemalten Schädel nach Křtiny?

Wie kamen die bemalten Schädel nach Křtiny?

Das malerische Städtchen Křtiny (Kiritein), eingebettet zwischen den Hügeln des Mährischen Karstes, wird völlig zurecht als die Perle Mährens bezeichnet. Einer Legende nach sollen genau hier zu Beginn der tschechischen Geschichtsschreibung die Gelehrten Kyrill und Method die ersten Christen getauft haben. Zumindest würde dies den altertümlichen Namen dieses Landstrichs erklären ‒ Vallis baptisimi ‒ das Tal der Taufe. Im 13. Jahrhundert soll hiesigen Bauern angeblich die Jungfrau Maria erschienen sein, was Kiritein im Laufe der Zeit zu einem beliebten Ziel für Marien-Wallfahrten machte. Und gerade aufgrund der Wallfahrten entschied der Abt des Brünner Prämonstratenserordens, eine neue Kirche bauen zu lassen.

Bei der Wahl des Baumeisters hatten die Prämonstratenser ein glückliches Händchen und Johannes Blasius Santini ließ niemanden daran zweifeln, dass er zu den größten Genies seiner Zeit gehörte. Der Meister versteckter Botschaften hinterließ in der monumentalen barocken Kathedrale so viele symbolische Botschaften, dass dies heute noch viele Kulturhistoriker in Staunen versetzt, wobei nicht einmal die größten Experten unter ihnen imstande sind, deren Bedeutung vollständig aufzuklären. Das größte Geheimnis der Kathedrale in Kiritein sollte jedoch erst ein ganzes Jahrhundert später entdeckt werden.

Das Städtchen Křtiny, das am oberen Rand des Tales Josefovské údolí im Karstgebiet, ca. 15 km nordöstlich von Brünn liegt, ist ein wunderschönes Ausflugsziel und Wallfahrtsort sowie der ideale Ausgangspunkt, um von hier aus den Mährischen Karst zu erkunden.

Das Städtchen Křtiny, das am oberen Rand des Tales Josefovské údolí im Karstgebiet, ca. 15 km nordöstlich von Brünn liegt, ist ein wunderschönes Ausflugsziel und Wallfahrtsort sowie der ideale Ausgangspunkt, um von hier aus den Mährischen Karst zu erkunden.

Die reiche Geschichte der Kleinstadt rundet die uralte Tradition der Marienwallfahrt ab. Die Wunder wirkende Statue der Jungfrau Maria lockte seit dem Mittelalter Prozessionen von Gläubigen nach Kiritein, wobei die steigenden Pilgerzahlen den Brünner Prämonstratenserorden im Jahr 1718 dazu veranlassten, das Areal nach Plänen des bedeutendsten tschechischen Barockbaumeisters Johann Blasius Santini komplett umzubauen. Die monumentale Kathedrale wurde aus finanziellen Gründen nie fertiggestellt, stellt aber trotzdem ein prunkvolles Bauwerk dar.

Die reiche Geschichte der Kleinstadt rundet die uralte Tradition der Marienwallfahrt ab. Die Wunder wirkende Statue der Jungfrau Maria lockte seit dem Mittelalter Prozessionen von Gläubigen nach Kiritein, wobei die steigenden Pilgerzahlen den Brünner Prämonstratenserorden im Jahr 1718 dazu veranlassten, das Areal nach Plänen des bedeutendsten tschechischen Barockbaumeisters Johann Blasius Santini komplett umzubauen. Die monumentale Kathedrale wurde aus finanziellen Gründen nie fertiggestellt, stellt aber trotzdem ein prunkvolles Bauwerk dar.

Als 1991 ein Team von Archäologen Forschungsarbeiten im Beinhaus unter der Kirche durchführte, fanden sie eine zugemauerte Gruft. Keiner der den Schutt beseitigenden Männer konnte damals ahnen, welch sensationeller Fund sich dahinter verbergen sollte. Zusammen mit den Gebeinen hunderter Menschen waren hier auch zwölf außergewöhnliche Schädel bestattet. Am Kopfumfang waren sie mit aufgemalten Lorbeerkränzen und auf der Stirn mit dem Buchstaben T verziert. Ein Mysterium! Keiner der tschechischen Experten hatte so etwas je zuvor gesehen und eine verlässliche Erklärung der geheimnisvollen Verzierungen gibt es bis heute nicht.

Als 1991 ein Team von Archäologen Forschungsarbeiten im Beinhaus unter der Kirche durchführte, fanden sie eine zugemauerte Gruft. Keiner der den Schutt beseitigenden Männer konnte damals ahnen, welch sensationeller Fund sich dahinter verbergen sollte. Zusammen mit den Gebeinen hunderter Menschen waren hier auch zwölf außergewöhnliche Schädel bestattet. Am Kopfumfang waren sie mit aufgemalten Lorbeerkränzen und auf der Stirn mit dem Buchstaben T verziert. Ein Mysterium! Keiner der tschechischen Experten hatte so etwas je zuvor gesehen und eine verlässliche Erklärung der geheimnisvollen Verzierungen gibt es bis heute nicht.

Unter der Kirche wurde zu Beginn der 1990er Jahre ein weitläufiges Beinhaus entdeckt und für Besucher zugänglich gemacht, das neben den aus dem Mittelalter stammenden Gebeinen hunderter hiesiger Bewohner auch mehrere Schädel mit geheimnisvollen Ornamenten beherbergt, deren Bedeutung bis heute nicht geklärt werden konnte.

Unter der Kirche wurde zu Beginn der 1990er Jahre ein weitläufiges Beinhaus entdeckt und für Besucher zugänglich gemacht, das neben den aus dem Mittelalter stammenden Gebeinen hunderter hiesiger Bewohner auch mehrere Schädel mit geheimnisvollen Ornamenten beherbergt, deren Bedeutung bis heute nicht geklärt werden konnte.

Santinis Bauvorhaben mussten zwei weitere Kirchen weichen, die einst an dieser Stelle standen, und es blieb die Frage offen, ob von diesen mehr als nur ein paar Bilder erhalten sind. Es wurden mehrere Grabungssondagen durchgeführt, von denen jedoch erst die letzte im Jahr 1991 erfolgreich war. In einer unterirdischen Gruft wurden die Gebeine von knapp eintausend Menschen entdeckt, die nach der Auflösung des Friedhofs, der eine der ursprünglichen Kirchen umgab, hierher gebracht wurden.

Santinis Bauvorhaben mussten zwei weitere Kirchen weichen, die einst an dieser Stelle standen, und es blieb die Frage offen, ob von diesen mehr als nur ein paar Bilder erhalten sind. Es wurden mehrere Grabungssondagen durchgeführt, von denen jedoch erst die letzte im Jahr 1991 erfolgreich war. In einer unterirdischen Gruft wurden die Gebeine von knapp eintausend Menschen entdeckt, die nach der Auflösung des Friedhofs, der eine der ursprünglichen Kirchen umgab, hierher gebracht wurden.

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